Gedanken zum Naturschutz


Uwe Dannwolf

Fassadengrün.org

Uwe Dannwolf


Ein Herzens-Projekt – gemeinsam für unsere Umwelt

Fassadengrün.org

Fsdg

Vortrag von Uwe Dannwolf auf dem Klimamarkt in Murnau: Sonntag 3. Mai, 12 Uhr, Rathaus

Die Illusion der Unberührtheit“

Moore schützen

Moore & Moorböden

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Entwässerung: zerstört Torf, setzt CO2 und Methan frei
  • Abbau von Torf: Moore speichern Wasser und Kohlenstoff
  • Weniger Wasserrückhalt bei Hitze und Starkregen
  • Pflanzen und Tiere verlieren wertvolle Rückzugsorte.
  • torffrei kaufen
  • Regen im Garten halten
  • Garten entsiegeln
  • Dächer für PV-Anlagen nutzen oder begrünen
  • in die Höhe bauen statt großflächig versiegeln
  • Grauwasser bei Neubauten nutzen
  • Flächenbau minimieren – Keine Baumaßnahmen auf Torfböden
  • Paludikultur

Pflanzenschutzmittel und Gewässer

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Monokulturen / Ertragssicherung / Globaler Wettbewerb
  • einfache Anwendung – Schnelle Wirkung
  • Biodiversitätsverlust
  • Resistenzen-Kreislauf, d.h. immer stärkere Mittel werden benötigt
  • Verlust der Reproduktionsfähigkeit der Insekten
  • Bioprodukte bevorzugen
  • Verzicht auf Herbizide/Insektizide
  • naturnahe Gartengestaltung
  • ökologische Anbaumethoden
  • Düngebedarf minimieren
  • Humus aufbauen
  • Umkehr der Beweislast bei Zulassung
  • Ökologische Pflegeverträge
  • Transparenz und Kontrolle (in Deutschland gibt es 1112 zugelassene PSM mit 278 verschiedenen Wirkstoffen)

Angemessenes Verhalten – Stressreduzierung für Alle

Deine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Lärm (>55 db(A) tagsüber) stresst Tiere und Menschen. Mensch: Erholungswert sinkt.
  • Während der Brutzeit sind Vögel und Wild empfindlich gegenüber Störungen.
  • nächtliche Störungen durch Lärm und Beleuchtung belasten zusätzlich
  • Störeinflüsse schon bei 100 m – 1.000 m Entfernung (je nach Art)
  • Vögel sind Ökosystemdienstleister- sie sind Bestäuber, Samenverbreiter und Schädlingsbekämpfer ein Vorteil für landwirtschaftlich genutzte Flächen/Gärten.
  • Tragen sie zur ökologischen Balance bei und verringern die Notwendigkeit chemischer Pflanzenschutzmittel.
  • Vögel sind empfindlich gegenüber einer Vielzahl von naturräumlichen Veränderungen.
  • Naturnahe Gärten, keine Steingärten, keine Außenbeleuchtung nachts
  • Lärm reduzieren, er überdeckt Vogelrufe und Warnsignale, Elektrogartengeräte verwenden
  • Spezielle Insektenhotels, Nistkästen, Fütterung
  • Firmenautos mit leisen Reifen bestücken (2 dB = gefühlt halbe Lautstärke)
  • Außenbeleuchtung reduzieren insbesondere hohe Bauwerke dunkel halten
  • laute Arbeiten zeitlich verlagern
  • Temporeduzierung insbesondere in Schutzgebieten
  • lärmarme Straßenbeläge
  • Neue Trassen nicht in sensiblen Vogelhabitaten genehmigen
  • Beleuchtungsstrategie mit nächtlicher Dimmung

Geringe Konzentrationen – nachteilige Wirkungen

Bedeutende Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Human- und Tierarzneimittel, Blutdrucksenker, Hormone, Antibiotika, Entwurmungsmittel, Spülmaschinentabs
  • oft persistent, nur teilweise biol. abbaubar und umweltrelevant
  • >15.000 t/a aus Eintrag in Gewässer über den kommunale Abwasserpfad
  • können Gewässerorganismen (Fische, Muscheln) beeinflussen,
  • können die Trinkwasseraufbereitung erschweren
  • Gewässerbelastung in vielen Gewässerabschnitten
  • Arzneimittelreste über Apotheke/Schadstoffsammlung entsorgen, nicht über Toilette oder Ausguss.
  • Bei Anwendung von Salben- Reste nicht abspülen sondern Wegwischen und über den Hausmüll entsorgen
  • Arzneimittel nur therapeutisch notwendig einsetzen, nicht prophylaktisch
  • Tiergesundheit durch bessere Haltungs- und Managementbedingungen erhöhen.
  • gezielte Weiterbildung der handelnden Personen
  • Kläranlagen mit 4. Reinigungsstufe nachrüsten
  • Monitoring und Überwachung intensivieren, Relevanzbewertung und Stoffpriorisierung ausbauen.
  • Regulierung stärken: Rücknahmesysteme, sensible Einleitungs- und Schutzgebietskonzepte.

Verbrauch von Ökosystemen

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Auslandsproduktion verschiebt Flächenbedarf (98.000 m²/Tag) an den Stadtrand (Logistik)
  • Wohnungsdruck, Grundstückspreise, Nutzungskonflikte verdrängen störende Gewerbe
  • Wettbewerb um Gewerbesteuer begünstigt neue Gewerbeflächen auf der grünen Wiese
  • Neue Gewerbegebiete mindern Ökodienstleistungen. Damit steigen Versiegelung, Hitze, Hochwasserrisiko. Gleichzeitig verschwinden Lebensräume für Tiere und Pflanzen, während Verkehr,
  • Einwendungen gegen Bebauungspläne, Gewerbegebiete und Umgehungsstraßen verfassen Nachverdichtung und Brachflächennutzung einfordern
  • Interkommunale Lösungen unterstützen
  • bestehende Standorte besser nutzen: nachverdichten, aufstocken, gemeinsam genutzte Hallen- und Lagerflächen schaffen statt neuer Flächen zu beanspruchen.
  • Multifunktional und naturverträglich bauen
  • Mehrgeschossigkeit statt flacher Hallenstruktur, um Fläche zu sparen
  • Nutzungsmischung und Kooperation: mehrere Betriebe auf engem Raum
  • Grüne Infrastruktur fördern

Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Nitrate im Grundwasser -> Trinkwasser
  • Billig-Fleisch Spirale
  • Belastung der Fließgewässer bis zur Nordsee
  • Veränderung der Artenvielfalt
  • Algenblüte – Sauerstoffmangel – Umkippen von Seen
  • Klimakiller Lachgas
  • weniger tierische Produkte
  • regional + biologisch einkaufen
  • naturbelassene Bodenbelebung
  • Präzisionstechnik, Bodenwerte in Echtzeit messen
  • Bedarfsangepasste Düngung
  • Rotalgen füttern zur Methanreduzierung
  • Forschung und Investition in Gülle-Upcycling, Start-ups
  • Energiegewinnung und Kreislaufwirtschaft
  • Ausbau Biogasanlagen
  • Phosphorrückgewinnung

Lichtverschmutzung

Klima stärken. Leben schützen.

Lichtverschmutzung

Klima stärken. Leben schützen..

  • Straßenlaternen / Parkplatzbeleuchtung / Fassadenbeleuchtung, Reklame
  • Gartenbeleuchtung: Dekorationslichter, Weihnachtsbeleuchtung
  • Flutlichtanlagen (Sportstätten, Skipisten, Parkplätze)
  • Störung Tag-Nacht-Rhythmus bei Tier und Mensch /Jahreszeitenrhythmus bei Pflanzen
  • Jagdstörung, Desorientierung, Anlockung führt zur Erschöpfung bis hin zum Tod der Fauna
  • Bestäubungskrise bei Pflanzen durch Ausbleiben von nachtaktiven Bestäubern
  • Bewegungsmelder statt Dauerlicht
  • Streulicht vermeiden
  • warme Lichtfarben
  • reflektierende Oberflächen meiden
  • Fassadenbeleuchtung reduzieren
  • Bepflanzung zum Abschirmen
  • Intelligente Steuerung:
  • dimmbare Laternen
  • Verordnungen

Vorkommen in fast jedem Gegenstand

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • hergestellt aus Öl und Gas; mit Weichmachern, Stabilisatoren, Flammschutzmitteln versetzt.
  • Plastik wird in der Umwelt zu Mikroplastik
  • Mittlerweile auch im Regen,
  • Wird in der Kläranlage nicht gefiltert
  • schädigt Tiere und Menschen und destabilisiert Nahrungsketten
  • ist im Blut von Menschen und Vögeln
  • ist im Grund- und Trinkwasser und in Flüssen
  • Weniger Fast Fashion, länger nutzen, schonender waschen
  • Einkaufstüten aus Naturmaterialien
  • Grüne Kosmetika
  • Plastikmüll aufsammeln
  • Weniger Autofahrten Reifenabrieb größter Emittent
  • Produkte als Eco-Design herstellen
  • Vermeiden von Mulch-oder Silagefolien
  • Abwasser-, Regenwasser- und Reinigungsprozesse nachrüsten
  • Regenwasser-, Mischwasser- und Straßenabfluss besser zurückhalten und behandeln.
  • Green procurement
  • Regeln für Baustellen, Sportflächen und Materiallagerung schärfen

Zerstückelung von Ökosystemen

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • Flurbereinigung
  • Homogenisierung der Landwirtschaft, Flächenfragmentierung in Bayern beträgt ≈ 80%
  • Ausbau der Infrastruktur
  • Isolation von Tier und Pflanzenpopulationen– lokales Aussterben
  • Schwächung von Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Bodenqualität
  • Verlust und Verkleinerung von Lebensräumen.
  • Zäune durch Hecken ersetzen
  • Respekt vor Lebensraum von Tier und Pflanze
  • Erzeuger unterstützen, die auf ökologische Vielfalt setzen.
  • Ungenutzte Abstandflächen/Grünstreifen in artenreiche Biotope verwandeln
  • Sicherheitszäune Tierfreundlich auslegen.
  • In die Höhe bauen, statt in die Fläche.
  • Brachflächen im Ortskern nutzen, statt Neubaugebiete am Ortsrand
  • Bei Neubauten Amphibiendurchlässe einplanen.
  • Satzungen für naturnahe Gestaltung / Ökologische Standards in der lokalen Wirtschaft
  • Förderung der Konnektivität grüner Infrastruktur

Biodiversität

Kleine Entscheidung, große Vielfalt – für unsere Kinder

  • Landnutzungsänderungen (Lebensraum/Zerstückelung/ Versiegelung) Ausbeutung der Natur
  • Klimawandel, Umweltverschmutzung, Invasive Arten
  • Verlust der Resilienz (Dürren/Fluten werden schlechter abgepuffert)
  • Lebensraumverlust = gestörte Nahrungsketten und Rückgang von Ökosystem-dienstleistungen (Bestäubung)
  • Geringere Kohlenstoffspeicherung
  • vorwiegend Pflanzlich ernähren
  • regional und bio einkaufen
  • Garten torffrei: Natur zulassen
  • Plastik vermeiden
  • Lieferketten nachhaltig gestalten
  • Verzicht auf Schadstoffe/Recycling
  • Firmengelände naturnah / Flächenfraß vermeiden
  • Biotopverbund planen
  • Agrarsubventionen überdenken/
  • Naturschutz honorieren
  • Regulierung/Verbote von Pestiziden
  • Renaturierungsprogramme

Mikroplastik– Vorkommen in fast jedem Gegenstand

Kleine Entscheidung, große Wirkung – für unsere Umwelt

  • hergestellt aus Öl und Gas; mit Weichmachern, Stabilisatoren, Flammschutzmitteln versetzt.
  • Plastik wird in der Umwelt zu Mikroplastik
  • Mittlerweile auch im Niederschlag,
  • Wird in der Kläranlage teilweise gefiltert, gelangt dann aber über Klärschlamm wieder in den Boden
  • Lagert sich im Magen-Darm Trakt ein.
  • Wirkt in Kombination der Zusatzstoffe bei Tieren der Fortpflanzung entgegen
  • Ist im Ab- und Grundwasser und in Flüssen und damit auch in Nahrungsketten
  • Weniger Fast Fashion, länger nutzen, schonender waschen
  • Einkaufstüten aus Naturmaterialien
  • Grüne Kosmetika
  • Plastikmüll aufsammeln
  • Paludikultur gemeinsam einführen
  • Artenreicheres Grünland entstehen lassen
  • Lebensmittelhersteller: konsumreduzierende Produktion
  • Regenwasser-, Mischwasser- und Straßenabfluss besser zurückhalten und behandeln.
  • Kläranlagen und Rückhaltesysteme ausbauen.
  • Regeln für Baustellen, Sportflächen und Materiallagerung schärfen
  • Brennstoffsteuer auf Plastik erheben